GZSZ-Star Iris Mareike Steen: „Mit 18 war ich von der Bulimie-Story überfordert“
Anlässlich ihres 15-jährigen Jubiläums bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ spricht Iris Mareike Steen offen über die psychische Belastung durch die aktuelle Bulimie-Rückfall-Story ihrer Rolle Lilly Seefeld.
Die Schauspielerin nutzt die aktuelle Handlung der Serie, um auf ein wichtiges gesellschaftliches Thema aufmerksam zu machen, und blickt dabei kritisch auf ihre eigenen Anfänge in der Daily Soap zurück.
Der Bulimie-Rückfall bei Lilly Seefeld

Nach vielen Jahren erleidet die Rolle Lilly Seefeld aktuell einen dramatischen Rückfall in die Essstörung. Für Iris Mareike Steen ist dies eine Herzensangelegenheit:
- Wichtige Aufklärung: Die Schauspielerin betont im Interview, wie wichtig es sei, das Thema wieder aufzugreifen, da Essstörungen oft im Verborgenen stattfinden und viele Menschen betreffen.
- Ernsthaftigkeit der Darstellung: Die Geschichte soll emotional und realitätsnah gezeigt werden, um Betroffenen Mut zu machen, sich Hilfe zu suchen.
Frühere Überforderung und heutige Professionalität
Iris Mareike Steen reflektiert den Unterschied zwischen der ersten Bulimie-Story vor über einem Jahrzehnt und der heutigen Arbeit:
- Einstige Belastung: Als die Thematik zum ersten Mal erzählt wurde, war die Schauspielerin erst 18 oder 19 Jahre alt. Damals fiel es ihr schwer, die harten Geschichten nach Drehschluss hinter sich zu lassen.
- Lerneffekt: Heute, nach 15 Jahren Dreherfahrung, hat sie „Mittel und Wege gefunden“, die emotionalen Belastungen der Rolle nicht mehr mit nach Hause zu nehmen.
- Reife: Sie geht das Thema heute bewusster und professioneller an, ohne es „lapidar wegzudrehen“.
15 Jahre GZSZ und privates Glück

Neben der schweren Serienthematik gibt es für die Schauspielerin auch Grund zum Feiern:
- Serien-Jubiläum: Seit anderthalb Jahrzehnten gehört sie zum festen Ensemble am Kolle-Kiez.
- Privates: Neben dem beruflichen Erfolg feiert sie auch privat ihr Eheglück, das ihr als wichtiger Ausgleich zum stressigen Berufsalltag dient.
Zentrale Aussagen aus dem Interview:
- „Es ist ein Thema, das immer relevant und aktuell ist.“
- „Ich glaube, dass jeder in seinem privaten Umfeld Menschen mit einer Essstörung hat, man merkt es nur ganz vielen nicht an.“
Die Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ nutzt ihre Reichweite erneut für ein wichtiges Tabuthema – getragen von einer Hauptdarstellerin, die heute die nötige Stärke besitzt, diese Geschichte authentisch zu erzählen.