Felix von Jascheroff offenbart erstmals: Diese Krankheit begleitet den GZSZ-Star im Alltag 🌟

Seit mehr als zwei Jahrzehnten verkörpert Felix von Jascheroff die Rolle des John Bachmann in der RTL-Erfolgsserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ). Er gehört zu den bekanntesten Gesichtern der deutschen Fernsehlandschaft, ein Mann, der Souveränität und Stärke ausstrahlt. Doch während Millionen Zuschauer ihn abends auf dem Bildschirm verfolgen, führt der Schauspieler im realen Leben einen täglichen Kampf, den bisher nur sein engstes Umfeld kannte. In einem hochemotionalen Interview mit RTL lüftete er nun das Geheimnis um eine chronische Erkrankung, die seinen Alltag bestimmt: Felix von Jascheroff leidet unter einer schweren Agoraphobie.

Die Anatomie einer unterschätzten Krankheit Felix von Jascheroff stellt in seinem Geständnis klar, dass Agoraphobie weit über das hinausgeht, was im Volksmund oft fälschlicherweise als „Platzangst“ bezeichnet wird. Es ist nicht allein die Angst vor weiten Plätzen, sondern vielmehr die panische Furcht vor Situationen, aus denen man nicht entfliehen kann oder in denen keine Hilfe erreichbar scheint. Für Felix bedeutet das konkret: Enge Gassen, überfüllte Räume oder riesige Menschenansammlungen werden zur existenziellen Bedrohung.

Der Schauspieler beschreibt einen Zustand, der ihn völlig unvorbereitet treffen kann. Sobald sich eine Menschenmenge um ihn bildet, reagiert sein Nervensystem mit einem massiven Alarmzustand. Was diesen Fall besonders macht, ist die Art und Weise, wie sich die Panik bei ihm äußert. Felix spricht offen über sogenannte „Ticks“, die er fast schon sarkastisch als sein „kleines Tourette“ bezeichnet. Wenn die Angst die Kontrolle übernimmt, beginnt sein Körper, sich durch Klatschen, Pfeifen, Klopfen oder Weinen zu entladen. Es sind unwillkürliche Reaktionen eines überreizten Gehirns, das verzweifelt nach einem Ventil sucht, um den immensen inneren Druck abzubauen.

Traumatische Nächte: Von Paris bis zur Konzertbühne Um die Schwere seiner Störung zu verdeutlichen, erinnert sich Felix an zwei Schlüsselerlebnisse, die ihn bis heute verfolgen. Das erste geschah im Rahmen seiner Karriere als Musiker. Nach einem Auftritt wurde er von Fans regelrecht belagert. Was für viele Stars nach einem Kompliment klingt, wurde für ihn zum Albtraum: Die Kleidung wurde ihm vom Leib gerissen, fremde Hände griffen nach ihm, Schreie hallten in seinen Ohren. Obwohl Sicherheitskräfte eingriffen, war der psychische Schaden bereits angerichtet.

Noch prägender war jedoch der Jahreswechsel 2020 in Paris. Gemeinsam mit seiner Partnerin Sophie wollte er die magische Atmosphäre am Eiffelturm genießen. Doch innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich der romantische Ausflug in eine Falle. Plötzlich stand er inmitten von zwei bis drei Millionen Menschen. Inmitten dieser schieren Masse brach die Panik mit voller Wucht aus. Felix beschreibt, wie er stundenlang klatschte, weinte und pfiff – unfähig, sich der Situation zu entziehen. Dieses Erlebnis markierte einen Wendepunkt in seiner Wahrnehmung der Krankheit.

GZSZ-Star spricht über die Zukunft seiner Rolle

Die Macht der Akzeptanz und der Rückhalt durch Sophie Ein zentraler Aspekt seines Outings ist die Rolle seiner Verlobten Sophie. In einer Welt, in der psychische Krankheiten oft noch schambehaftet sind, erwies sie sich als sein wichtigster Anker. Anstatt sich von seinen Ticks befremden zu lassen, entwickelte sie eine Methode der radikalen Solidarität: Sie machte bei seinen Ticks mit. Durch dieses gemeinsame Agieren nahm sie ihm das Gefühl, isoliert oder „verrückt“ zu sein, und half ihm, die Panikattacken durchzustehen.

Heute, so Felix, habe er gelernt, die Agoraphobie nicht mehr als Feind zu betrachten, den er besiegen muss, sondern als einen Begleiter, den er akzeptieren lernt. Er hat Strategien entwickelt, um seinen Alltag zu meistern, und geht nun den mutigen Schritt an die Öffentlichkeit.

Warum dieses Outing so wichtig ist Mit seiner Offenheit bricht Felix von Jascheroff ein Tabu. Für einen Schauspieler, dessen Beruf darin besteht, in der Öffentlichkeit zu stehen, ist das Geständnis einer Agoraphobie ein Akt extremer Verletzlichkeit. Er zeigt damit, dass auch Menschen, die im Rampenlicht stehen und scheinbar „alles haben“, mit tiefen psychischen Narben kämpfen können. Sein Bericht ist ein Weckruf für mehr Empathie gegenüber unsichtbaren Krankheiten und eine Ermutigung für alle Betroffenen, sich nicht für ihre Ängste zu schämen. Felix beweist: Man kann ein erfolgreicher Star sein und gleichzeitig eine Angststörung haben – es ist kein Widerspruch, sondern Teil einer komplexen menschlichen Realität.


Ein mutiges Zeichen: Wahre Stärke zeigt sich nicht durch das Fehlen von Angst, sondern durch den Mut, die eigene Verletzlichkeit vor Millionen von Menschen zu offenbaren.

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